Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Direkt vom Hersteller
Hotline 0800 123 454 321

Red Bull Tabak Drehtabak

Der Red Bull Drehtabak richtet sich an Raucher, die Wert auf einen charakterstarken, aber ausgewogenen Geschmack legen. Die Marke kombiniert klassische American-Blend-Mischungen mit holländischen Shag-Varianten und bietet dadurch ein breites Spektrum von mild bis kräftig. Im Mittelpunkt steht eine harmonische Balance zwischen würzigen und süßen Noten, die dem Tabakgeschmack Vielfalt verleiht. WEITERLESEN

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund und Geschichte der Marke

Pöschl Tabak wurde 1902 in München gegründet und zählt zu den größeren unabhängigen, in Familienbesitz geführten Tabakunternehmen Europas. Das Unternehmen wird bis heute in vierter Generation familiengeführt – ein für die Tabakbranche seltener Umstand, in der die meisten großen Marken zu multinationalen Konzernen wie PMI, JTI, BAT oder Imperial Brands gehören. Der heutige Hauptsitz und Produktionsstandort in Geisenhausen wurde in den 1970er Jahren errichtet und seither mehrfach ausgebaut. Neben Red Bull führt Pöschl weitere Marken wie Schwarzer Krauser, Pueblo, Stanwell und diverse Pfeifentabake und Snuff-Sorten.

Red Bull selbst gehört seit Jahrzehnten zu den im deutschen Markt vertretenen Feinschnittmarken und war unter diesem Namen bereits Jahrzehnte vor der Gründung der Red Bull GmbH (Fuschl am See, Österreich, 1984) im Handel. Markenrechtlich bestehen beide Red-Bull-Marken – Tabak und Energy Drink – als voneinander unabhängige Marken in unterschiedlichen Produktkategorien nebeneinander.

Diese Sorten gibt es

Das Red Bull Sortiment umfasst mehrere Varianten, die sich in Kategorie, Farbe des Schnittbilds und Packungsformat unterscheiden.

Red Bull Original (Feinschnitt)

Die klassische Sorte und Namensgeber der Reihe. Ein mittelbrauner American-Blend-Feinschnitt aus Virginia, Burley und Orient, in der Herstellung mit einem Casing versehen. Das Schnittbild ist gleichmäßig fein, mit hellen und dunkleren Fasern aus dem Burley-Orient-Verbund. Original ist die Referenzsorte, an der sich die weiteren Varianten der Reihe orientieren.

Red Bull Halfzware (Feinschnitt)

Eine Halfzware-orientierte Variante mit einem Anteil dunklerer, air-cured Blätter. Das Schnittbild ist dunkler als bei Original und rückt Red Bull damit in die Nähe der niederländischen Halfzware-Shag-Tradition – allerdings mit deutschem American-Blend-Fundament statt reiner niederländischer Halfzware-Rezeptur.

Red Bull Volumentabak

Für das Stopfen von Zigarettenhülsen ausgelegter Volumentabak mit gröberem, CO₂-expandiertem Schnitt. Angeboten in Dosen mit größerer Grammatur.

Ergiebigkeit pro Gramm

Als Größenordnung, abhängig von Wickelstärke, Format und Feuchte:

  • Red Bull Feinschnitt: aus 30 g lassen sich etwa 40–60 Zigaretten drehen.
  • Red Bull Volumentabak: aus 100 g lassen sich durch die Expansion des Schnitts etwa 150 bis 200 King-Size-Hülsen befüllen.

Die tatsächliche Ausbeute variiert mit dem Papier- bzw. Hülsenformat (Regular, King Size, King Size Slim), der Wickel- oder Stopfdichte und der Umgebungsfeuchte.

Verarbeitung und Handhabung

Für Red Bull Feinschnitt gilt: Der Tabak wird vor dem Drehen kurz aufgelockert, damit die Fasern gleichmäßig auf dem Papier liegen. Eine zu feste Wicklung erschwert den Zug, eine zu lockere führt zu schnellem Abbrand. Der Burley-Anteil macht den Blend tolerant gegenüber leichten Feuchte- und Dichteschwankungen, weil Burley saugstark ist.

Ultradünne Papiere (13–14 g/m²) verlangen eine gleichmäßige Wicklung; Standard-Papiere (18–25 g/m²) verzeihen mehr. Standard- und Slim-Filter sind kompatibel. Aktivkohlefilter verändern das Zugverhalten stärker als reine Celluloseacetat-Filter.

Für Red Bull Volumentabak gilt: Der grobe, expandierte Schnitt entfaltet seine Ergiebigkeit in Standard-King-Size-Hülsen (84 mm) mit Stopfmaschine. Die Füllmengen-Justierung der Maschine sollte an das expandierte Volumen angepasst sein – zu starke Kompression drückt die aufgepufften Fasern zusammen und verringert die Ergiebigkeit entsprechend. Ein gleichmäßiger Füllstand hält den Zug stabil.

Lagerung und Feuchte

Die Werkfeuchte eines Red Bull Pouches oder einer Volumentabak-Dose liegt beim Öffnen im typischen Auslieferungsbereich deutscher Feinschnitte – rund 12 bis 14 Prozent Wassergehalt, in der Branche als OV (oven volatiles) angegeben. Fällt der Wert unter die 10-Prozent-Marke, werden die Fasern spröde und brechen beim Aufnehmen; steigt er über etwa 16 Prozent, verkleben die Blattstücke und der Abbrand wird stockend und ungleichmäßig.

Sinnvoll sind daher folgende Punkte im Umgang mit einem angebrochenen Pouch oder einer geöffneten Dose:

  • Behälterwahl: Der Pouch ist mit einer innenliegenden Aluminium-Barriereschicht ausgestattet, die für die ersten Wochen ausreicht, sofern die Verschlusslasche konsequent zugeklappt wird. Für Vorräte, die über mehrere Wochen hinweg verwendet werden, sind luftdichte Weißblech- oder Kunststoffdosen widerstandsfähiger gegenüber aufreißenden Falzstellen. Beim Volumentabak greift der werkseitige Aromadeckel; er sollte nach jeder Portionsentnahme nicht nur aufgelegt, sondern hörbar eingeklickt werden.
  • Standort: Zwischen 18 und 22 Grad Celsius, in einem lichtarmen Schrank oder einer geschlossenen Schublade. UV-Licht beschleunigt die Oxidation der Blattöle, direkte Wärme (Heizkörper, sonnenbeschienene Fensterbank) zieht Feuchte binnen weniger Tage aus dem Schnitt. Von der Aufbewahrung im Kühlschrank wird abgeraten – die Temperaturdifferenz beim Herausnehmen erzeugt Kondenswasser an den Fasern, und wiederkehrende Feuchtezyklen sind für die Blattstruktur ungünstiger als eine stabile Raumlagerung.
  • Wiederbefeuchten trockenen Tabaks: Ein Zwei-Wege-Feuchtigkeitsregler (Boveda, Integra Boost oder vergleichbare Packs mit 69 bis 72 Prozent relativer Feuchte) im geschlossenen Gefäß bringt den Schnitt binnen ein bis zwei Tagen zurück auf Verarbeitungsniveau. Ohne Regler-Pack funktioniert ein feuchtes, ausgewrungenes Baumwoll- oder Küchentuch, das den Tabak nicht berührt, sondern nur denselben Luftraum teilt. Direkter Kontakt mit Wasser, Obstschalen oder Kartoffelscheiben ist zu vermeiden – erstens beschleunigt das die Schimmelbildung, zweitens ziehen Fremdaromen in die Blattstruktur.
  • Besonderheit expandierter Schnitt: Beim Volumentabak hat die aufgepuffte Faser eine deutlich größere Oberfläche als beim Feinschnitt. Das ist der Grund, warum eine geöffnete 100-g-Dose sensibler auf trockene Raumluft reagiert als ein 30-g-Feinschnitt-Pouch. In Heizperioden empfiehlt sich, alle paar Wochen eine Griffprobe zu nehmen: Rieseln die Fasern locker und rascheln beim Zusammendrücken, ist das Rehydrieren fällig.

Packungsformate

Die Handelsformate von Red Bull folgen der Trennung zwischen den beiden Kategorien:

Die Feinschnitt-Sorten – insbesondere Red Bull Original – werden im deutschen Handel als Pouch geführt, mit einer Papieraußenhülle und einer innenliegenden Aluminiumkaschierung als Feuchtebarriere. Verbreitete Grammaturen bewegen sich im Bereich zwischen 30 g und größeren Beutelgrößen; die Verschlussmechanik ist ein klassischer Rollverschluss mit Aufreißfolie und Klebelasche.

Der Red Bull Volumentabak ist in runden Weißblechdosen mit Aromadeckel abgefüllt. Übliche Grammaturen liegen bei 100 g und darüber, teilweise mit Vorratsformaten für Stopfer, die höhere Verbrauchsmengen umsetzen. Die Dose übernimmt eine Doppelfunktion: Sie schützt den expandierten Schnitt einerseits mechanisch vor Druckstellen, andererseits erhält der eingeklickte Innendeckel die Feuchte über den gesamten Verbrauchszeitraum.

Sämtliche Verpackungen – Pouch wie Dose – tragen die nach EU-Recht vorgeschriebenen Elemente:

  • Kombinierte Text-Bild-Warnhinweise auf mindestens 65 Prozent der Vorder- und Rückseite (Vorgabe der TPD2, Richtlinie 2014/40/EU),
  • Rauchentwöhnungshinweis und Ergänzungswarnung,
  • individueller Track-&-Trace-Identifikationscode und Sicherheitsmerkmal zur Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette, verpflichtend für Feinschnitt seit dem 20. Mai 2019 und für alle übrigen Tabakerzeugnisse seit dem 20. Mai 2024.

Einordnung im Pöschl-Portfolio

Innerhalb des Pöschl-Portfolios steht Red Bull neben Schwarzer Krauser (dunklere Sorten mit höherem Anteil kräftigerer Blätter) und Pueblo (additivfreier Blend als eigene Positionierung ohne Casing). Ein additivfreier Tabak innerhalb des Pöschl-Sortiments ist Pueblo; Red Bull selbst gehört als American Blend zu den Feinschnitten mit Casing.

Innerhalb des deutschen Feinschnittmarktes ist Red Bull im mittleren bis unteren Preissegment positioniert und steht damit unterhalb der Preispositionierungen von Marlboro und Camel, auf einer Linie mit L&M und Chesterfield.

FAQ – Häufige Fragen zu Red Bull Drehtabak

Hat Red Bull Tabak etwas mit dem Red Bull Energy Drink zu tun? Nein. Red Bull Tabak wird seit langem von der deutschen Pöschl Tabak GmbH & Co. KG in Geisenhausen produziert und ist markenrechtlich vollständig unabhängig von der österreichischen Red Bull GmbH (Energy Drink, gegründet 1984).

Wer stellt Red Bull Drehtabak her? Pöschl Tabak GmbH & Co. KG, ein 1902 gegründetes, familiengeführtes Tabakunternehmen aus Geisenhausen in Niederbayern.

Wo wird Red Bull Tabak produziert? Am Standort der Pöschl Tabak in Geisenhausen, Niederbayern.

Zu welcher Blendfamilie gehört Red Bull? Zur Familie der American Blends – Kombination aus Virginia, Burley und Orient.

Ist Red Bull additivfrei? Nein. Als American Blend enthält Red Bull ein Casing, das zur Blend-Definition gehört.

Wie viele Zigaretten ergeben 30 g Red Bull Feinschnitt? Je nach Wickelstärke und Papierformat lassen sich aus 30 g Feinschnitt etwa 40 bis 60 Zigaretten drehen.

Wie viele Hülsen ergeben 100 g Red Bull Volumentabak? Durch das Expansionsverfahren lassen sich aus 100 g in der Regel 150 bis 200 King-Size-Hülsen befüllen.

Wie lagert man Red Bull nach dem Öffnen? Wiederverschlossen im Original-Pouch oder in der Originaldose, bei Raumtemperatur zwischen 18 und 22 °C, lichtgeschützt und ohne Kühlschrank.

Welche Papiere und Filter passen zu Red Bull Feinschnitt? Gängige Papiere in Regular, King Size und King Size Slim sowie Standard- und Slim-Filter.

Gibt es Red Bull mit Menthol? Nein. Menthol- und andere charakteristische Aromen sind in der EU seit Mai 2020 nach der Tabakproduktrichtlinie TPD2 in Zigaretten und Feinschnitt verboten.